Superfrucht AVOCADO

Avocado
Foto: Meike Pantel - Pixelio.de

Die Avocado gehört zu der Gruppe der Lorbeergewächse, welche in den Tropen und Subtropen angebaut wird. Es ist ein immergrüner Baum mit birnenförmigen Früchten. Diese besitzen eine ledrige, grün bis dunkelgrüne, glänzende Schale und ein in reifem Zustand weiches, nussiges, gelbgrün gefärbtes Fruchtfleisch. 

 

Mit bis zu 75% besitzt die Avocado den höchsten natürlichen Fettgehalt aller Früchte, weshalb sie oft auch Butterfrüchte genannt werden.

 

Tipps zum Einkauf:

Naturgemäß reifen Avocados nicht am Baum, sondern sie fallen zuerst in hartem und unreifen Zustand zu Boden um dort vollständig reif zu werden. Die Früchte, die zu uns kommen, werden daher auch unreif vom Baum gepflückt und dann verschifft. Diese Methode dient zudem als Schutz, damit Insekten die am Boden liegenden Früchte nicht befallen können. 

 

Am besten kaufst du dir also Früchte, die noch relativ hart - und somit eigentlich unreif sind. Wenn sie bereits weich sind, liegen sie entweder schon lange, sind bereits oft angefasst worden oder sind nachgereift und das womöglich bei einer falschen Lagerung. Dies büßen sie meist am Geschmack ein. Achte am besten auch darauf, dass sich der Knubbel noch oben an der Frucht befindet. 

 

Achte daher beim Kauf darauf, dass du grüne Früchte nimmst. Wenn eine grüne Avocado bereits schwarze Flecken aufweist, dann ist das Fruchtfleisch meist auch bereits schlecht. 

Die Sorte Hass ist im unreifen Zustand übrigens auch grün. Erst wenn sie reif ist, bekommt sie eine schwarze Schale mit Noppen. In dem Fall ist das kein Zeichen von Verderb, sondern eben dass die Frucht essfertig ist. Wenn du allerdings bereits so genannte essfertige Avocados kaufst, weißt du ja wiederum nicht, wie lange die bereits liegen und es kann dir passieren, dass du überreife oder schlechte Früchte erwischt. 

 

Tipps zur Lagerung:

Zu Hause kannst du die Frucht nun zum Nachreifen bringen. Dies kann - je nach ursprünglichem Reifegrad - zwei bis zehn Tage dauern. Am besten wird die Avocado bei Zimmertemperatur gelagert. Wenn du sie zusammen mit einem Apfel in ein Papiersackerl gibst oder in Zeitungspapier wickelst, kann dies den Prozess beschleunigen. Wenn die Frucht auf Druck nachgibt, dann ist sie reif. 

 

Solltest du nun die reife Avocado nicht gleich brauchen, kannst du sie für ein paar Tage im Kühlschrank lagern. Durch die Kälte wird der Reifeprozess unterbrochen. Wenn du sie allerdings zu früh oder auch zu lange der Kälte aussetzt, dann kannst du sie nachher nicht mehr nachreifen lassen! Dies merkst du daran, dass die Frucht dann gummiartig ist oder bitter schmeckt. 

 

Verwendung:

Die Avocado wird der Länge nach mit einem Messer eingeschnitten und dann in gegengesetzter Richtung aufgedreht. Mit einem Löffel schabst du nun das Fruchtfleisch heraus. Falls du nicht die ganze Frucht auf einmal brauchen solltest, verwende am besten die Hälfte ohne Kern und hebe die Hälfte mit dem Kern auf. Dieser Schützt die Frucht zusätzlich vor Verderb. Du kannst die Hälfte noch mit Zitronen- oder Limettensaft beträufeln, um eine braune Verfärbung zu verhindern und solltest sie dann gleich in den Kühlschrank stellen. 

 

Avocado
Avocado mit Granatapfelkernen; © Manuela Rösner

Reife Früchte werden meist roh verzehrt. Avocados sollten nicht zu hoch erhitzt werden, da das Fruchtfleisch sonst bitter werden kann. Für meinen Geschmack braucht die Avocado etwas Salz aber auch einen kleinen Spritzer Zitrone oder Limette, so mag ich sie am liebsten =) 

 

 

Sie sind in der Küche vielseitig einsetzbar und können sowohl pikante als auch süße Speisen bereichern. Hier ein paar Beispiele:

  • Avocadocreme Suppe
  • in Smoothies
  • als Dessert in Cremen (z.B. mit Banane, Schoki oder Kokos)
  • in Cremen für Torten bzw. Tortenfüllungen
  • als Aufstrich in vielen Variationen
  • traditionell als Guacamole (Dip aus Avocado, Tomaten, Limetten, Zwiebeln, Knoblauch)
  • gekochtes Getreide mit Avocado und gekochtem Ei oder Speckwürfel
  • als Fleisch Beilage unter gekochtes Getreide gemischt
  • Rührei oder Omelette mit Avocadostücken
  • in Salaten
  • ...

Hast du schon gewusst, dass sogar der Kern der Avocado verwendet werden kann?

Einerseits, kannst du aus dem Kern ein Avocado-Bäumchen ziehen. Ich hab dazu einfach den gewaschenen Kern in Erde gesteckt, mit der Spitze nach oben und nicht zu tief, an ein sonniges Plätzchen gestellt und regelmäßig gegossen und schon bald ist der Spross heraus gekommen =) 

Andererseits kannst du den Kern sogar essen! Dazu liest du mehr in diesem Artikel

->  Isst du denn auch den AvocadoKERN?!

 

Wirkung:

  • die enthaltenen "guten" Fette der Avocado senken den Cholesterinspiegel und wirken sich somit positiv auf das Herz-Kreislauf System aus
  • ihr hoher Anteil an Faserstoffen führen zu einem guten Sättigungsgefühl, regen die Verdauung an und führen zu einem nicht so raschen Anstieg des Blutzuckerspiegels nach dem Essen
  • sie sind reich an Vitamin D, Vitamin E, Vitamin C, Vitamin B1 und B2, Biotin, Kalium, Folsäure, ß-Carotin, Phytosterinen und Lezithin 
  • mit bis zu 2% enthalten Avocados sogar relativ viel Eiweiß, davon enthalten sie einen hohen Gehalt an essentiellen Aminosäuren (lebensnotwendigen Eiweißverbindungen)

 

Aus Sicht der TCM

wirken Avocados kühlend und ihr Geschmack reicht von süß bis neutral. 

 

Sie bauen speziell die Säfte / Körperflüssigkeiten im Verdauungstrakt auf. Das heißt sie wirken bei Trockenheit, befeuchten den Darm (bei Verstopfung) und tonisieren das Blut

(bei Blutmangel, in der Schwangerschaft). Außerdem nähren sie das Gehirn und wirken ausgleichend bei Nervosität und Nervenschwäche. 

 

Achtung:

  • Avocados können Allergien auslösen
  • sie werden bei innerem Schleim nicht empfohlen

 

Alles liebe und bis bald, 

deine Manuela

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