Tolle Knolle: Topinambur

Blogartikel: Topinambur
Foto: M. Großmann - Pixelio.de

 

Fast schon vergessen feiert die Knollenfrucht ihren Rückzug in unsere Küchen: Topinambur! Ich bin da sehr froh darüber, denn diese Erdbirne - wie sie auch bezeichnet wird - schmeckt nicht nur,

sie ist auch eine Bereicherung in unserer Ernährung für unsere Gesundheit! 

Anbau, Einkauf & Lagerung:

Topinambur gehört zur Familie der Korbblütler. Die Pflanze kann bis zu 3 Meter hoch werden, ihre wertvollen Knollen werden 4 bis 10 cm groß die optisch ein klein wenig an Ingwer erinnern. Sie bildet wie die Kartoffelpflanze etwa 30 Knollen, die sich selbst vermehren. Die Knollen können in der Form und Farbe je nach Sorte stark variieren. Topinambur schmeckt gegart leicht nussig und süßlich, kann allerdings auch Roh und mit Schale verwendet werden, so ist sie knackiger und schmeckt etwas erdig. 

 

Die Knollen sind winterfest und vertragen Temperaturen bis zu minus 15 °C. Sie können an frostfreien Tagen von Herbst bis zum erneuten Austreiben im Frühling geerntet werden und sind aus heimischem Anbau etwa von Oktober bis März erhältlich. 

 

Topinambur ist im Gemüsefach des Kühlschranks oder im dunklen, kühlen Keller für ein paar Tage haltbar. Dabei empfiehlt es sich, die Knollen ungewaschen aufzubewahren und erst vor der Verarbeitung die restliche Erde abzuwaschen. 

 

 

Laut TCM wirkt Topinambur auf unseren Körper kühlend, ihr Geschmack ist süß und sie wirkt auf Milz, Dickdarm und Leber. Sie stärkt unsere Mitte, die Milz (wirkt als Energie-Tonicum), kühlt unseren Magen bei zu viel Hitze, wandelt Schleim um und hilft dabei, diesen auszuleiten und entspannt die Leber bei angestauter Energie. 

 

 

Topinambur ...

  • reguliert den Appetit: ideal gegen Heißhunger und dadurch bedingtem Übergewicht
  • ist reich an Ballaststoffen: ideal bei Darmträgheit
  • ist fett- bzw. kalorienarm
  • hat starke präbiotische Eigenschaften: stimuliert dadurch das Immunsystem und wirkt sich somit positiv auf unsere Darmgesundheit aus 
  • verringert die Toxizität des Darminhaltes: positive Auswirkung bei Verdauungsstörungen, Leberfunktionsstörungen und gegen Dickdarmkrebs
  • enthält viele Nährstoffe wie: Kalium, Eisen, Kupfer, Magnesium, Zink usw. Diese sind zwar nicht in extrem hohen Mengen vorhanden, allerdings dient die Knolle doch gerade im Winter als wertvoller Lieferant der genannten Mineralstoffe.
  • besonders hervorzuheben ist allerdings ihr hoher Gehalt an Inulin 
  • Perfekt geeignet für Diabetiker aufgrund ihres hohen Inulin-Gehaltes

  

Blogartikel: Topinambur
Räucherlachs mit Spargel, Topinambur und Salat; © Manuela Rösner

Verwendung

Die Knollen werden unter fließendem Wasser, eventuell mit Hilfe einer Bürste, von der Erde gesäubert. Das Schälen ist nicht unbedingt notwendig. Aufgrund ihrer unregelmäßigen Form ist es auch etwas mühsam, sie zu schälen. Falls dies aber doch erwünscht ist, kann es hilfreich sein, die Knollen einfach für 1 bis 2 Minuten in kochendem Wasser zu blanchieren und dann gleich in kaltem Wasser abzukühlen, um die Schale leichter herunter zu bekommen. 

 

Aufgrund des hohen Inulin-Gehaltes kann es möglich sein, dass du deinen Körper erst daran gewöhnen musst. Um Blähungen zu vermeiden empfiehlt es sich daher, nicht gleich von Beginn an zu viele Topinambur-Knollen auf einmal zu essen. 

 

Die rohen, geschälten Knollen verfärben sich sehr schnell, daher sollten sie gleich weiter verarbeitet - oder in Zitronenwasser eingelegt werden. 

 

Ganze Knollen können zum Beispiel im Ofen gebacken werden, dies dauert dann in etwa 30 bis 45 Minuten; in Wasser gekocht brauchen sie etwa 10 Minuten. Du kannst sie natürlich auch in Scheiben oder Würfel schneiden und in wenig Wasser dünsten oder braten. 

 

Kräuter wie Petersilie, Estragon, Majoran oder Minze harmonisieren ebenso wie Zitrone gut mit Topinambur. Muskat unterstreicht ihren nussigen Geschmack. 

 

Deiner Kreativität in der Küche sind mit der tollen Knolle (fast) keine Grenzen gesetzt:

  • Topinambur-Suppen
  • roh gehobelt oder geraspelt in Salaten
  • roh als Carpaccio
  • als Püree
  • als Rösti
  • als Auflauf oder Gratin
  • in Smoothies oder gedünstet und püriert als Drink
  • Topinambur-Karotten Kuchen
  • Topinambur Apfel Dessert
  • im Müsli bzw. süßem Getreidebrei
  • oder einfach als Beilage zu den unterschiedlichsten Gerichten oder unter anderes Gemüse gemischt

 

Ich hoffe, ich konnte dich nun auch ein klein wenig mehr für diese tolle Knolle begeistern!

Je mehr Menschen nämlich nach der Topinambur fragen - zum Beispiel am Bauernmarkt oder im Naturkostladen - um so mehr wird auch der Anbau und Verkauf steigen. Und das wäre toll, da sie ja doch im Moment noch nicht so einfach und oft zu bekommen ist. 

 

Viel Spaß beim Austesten neuer Gerichte,

alles Liebe, 

deine Manuela

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Kommentare: 2
  • #1

    Monika (Samstag, 11 November 2017 16:40)

    Vielen Dank für diese wundervolle Beschreibung der Topinambur,denn in den Büchern von B.T. ist nichts zu finden darüber,leider.Denn wir haben soviele davon und ich möchte etwas schlanken...Liebe Grüße von monika Harder

  • #2

    Manuela (Montag, 13 November 2017 10:08)

    Liebe Monika, freut mich, dass dir der Artikel gefällt und dass er hilfreich für dich ist. Alles Gute, Manuela