Sojalecithin & Palmöl - Und was hat nun Schokolade damit zu tun?!

Blogartikel Sojalecithin und Palmöl in Schokolade
Foto: Tim Reckmann - Pixelio.de

Hallo lieber ernährungsbewusster Mensch! 

 

Auch wenn du mehr als ein Anderer auf deine Ernährung achtest, kommst du vielleicht auch hin und wieder nicht um ein Stück Schokolade herum. Heute möchte ich dir allerdings etwas über die zwei Inhaltsstoffe Sojalecithin & Palmöl erzählen.

 

 

Sojalecithin:

Lecithine werden hauptsächlich als Emulgatoren (also ein Hilfsstoff, damit sich Wasser + Fett vermischen) in der Lebensmittelindustrie, sowie in der Futtermittelproduktion, Medizin und auch in der Kosmetik eingesetzt. 

 

Es wird meist als Lecithin, Sojalecithin oder E 322 deklariert. Es gibt aber auch Sonnenblumen- oder Rapslecithine. 

 

Heute wird vermehrt die Sojabohne für die Produktion von Lecithin verwendet. Und da wären wir schon beim ersten wichtigen Punkt: die Gentechnik. Angeblich müssen Produkte, die gentechnisch verändertes Sojalecithin enthalten gekennzeichnet werden. Darauf würde ich persönlich allerdings nicht vertrauen, vor allem wenn man bedenkt dass bereits über 80% des weltweiten Sojaanbaus aus gentechnisch veränderten Sojabohnen besteht. Amerika bzw. Monsanto steht hier wieder ganz hoch im Kurs... 

 

Auch die Regenwaldabholzung ist hier ein wichtiger Punkt - für den Anbau von so vielen robusten Pflanzen braucht es ja auch viel Platz...

 

E 322 ist eben auch für Bio-Produkte zugelassen - zumindest da sollte man darauf vertrauen können, dass hierfür die gentechnik-freie Variante verwendet wird. 

 

Allerdings kann es auch durchaus vorkommen, dass du auf Soja allergisch reagierst oder eine Unverträglichkeit hast. Dann solltest du allenfalls auch Produkte, die Sojalecithin enthalten, meiden. 

 

Sojalecithine finden wir in Schokolade und Schokoüberzügen, aber auch in Brot und Backwaren, Speiseeis, Mayonnaise, Instantpulver für Milch- und Kakaogetränke, Margarine (obwohl du die als ernährungsbewusster Mensch ohnehin nicht zu dir nehmen wirst ;) ) - ja sogar in Säuglingsnahrung!! Und wie bereits gesagt auch im konventionellen Landbau in den Futtermitteln sowie in konventionellen Kosmetikprodukten! 

 

Blogartikel Sojalecithin und Palmöl in Schokolade
Foto: Martin Müller - Pixelio.de

 

Was mich persönlich am meisten erschreckt hat ist, dass sogar in jeder herkömmlichen Koch- und Backschokolade Sojalecithin enthalten ist! Achte beim nächsten Einkauf doch mal genauer darauf, du wirst staunen, worin sich dieser Stoff überall versteckt...

 

Palmöl:

Beim Palmöl ist eher das Problem  mit der Abholzung des Regenwaldes vorrangig. 

Die wirkt sich natürlich in weiterer Folge besonders schlecht auf die biologische Vielfalt,

das Klima sowie auf die lokale Bevölkerung aus. Durch die großflächige Rodung wird der Lebensraum vieler Lebewesen bedroht und zerstört. In Indonesien zum Beispiel sind Orang-Utans in akuter Gefahr dadurch! 

 

Das Problem ist, dass viele Palmölproduzenten ohne Bewilligung der Regierung entwalden und somit auch Wälder mit hohem Schutzwert zerstören... 

 

Palmöl wird Hauptsächlich für die Lebensmittelproduktion, insbesondere auch für Fertigprodukte und Schokolade- und Produkte die Schoki enthalten verwendet.

Es findet sich aber auch vor allem in Kosmetikprodukten, Seife und Waschmitteln. Ein weiterer Punkt, warum es Sinn macht hier auf Naturkosmetik umzusteigen ;) 

(Lies auch zu dem Thema meinen Blogartikel: Naturkosmetik: wer schön sein will muss leiden?!)

 

Nachhaltiges Palmöl bzw. Bio-Palmöl:

Es gibt unter Anderem den Runden Tisch für nachhaltiges Palmöl (RSPO) der durch seine Produktion zwar nicht zur Regenwald- und Torflandzerstörung führt, allerdings fehlen hierzu noch seriöse und unabhängige Kontrollmechanismen zur Überprüfung der Kriterien. Dadurch kann es vorkommen, dass diese Zertifizierung von Firmen missbraucht wird. 

 

Bei der Herstellung von Bio-Palmöl werden Richtlinien befolgt, die die Rodung von Flächen mit hohem Schutzwert verbieten. Darunter fallen auch Urwälder und Primärwälder. 

 

 

Aus diesen Gründen sollten wir versuchen, so gut es geht auf Produkte mit diesen Inhaltsstoffen zu verzichten. Nicht nur uns- auch unserer Umwelt zu liebe! 

 

Aktiv kannst du natürlich auch von den Herstellern direkt fordern, dass diese kein Palmöl mehr aus Regenwald- oder Torflandzerstörung mehr verwenden. Je mehr Menschen das von einem Produzenten verlangen, umso eher wird dieser bereit sein, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen um daran etwas zu ändern. 

 

 

In dem Sinne, viel Spaß beim Etiketten lesen,

alles Gute und bis bald, 

deine Manuela

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