Frauengespräche - Über den Zyklus und die Menstruation

Blogartikel Frauengespräche - über den Zyklus und die Menstruation
Foto: Stephanie Hofschlaeger - Pixelio.de

Was bedeutet es nun, diese

Monatsblutung, Menstruation, Regel,

die Tage … - oder wie auch immer du es nennen magst – zu haben?

 

Frau sein!

Sich weiblich fühlen!

Gebärfähig sein!

 

Oft jedoch überwiegen bei vielen Frauen Begleiterscheinungen wie Stimmungsschwankungen, Regelschmerzen oder Brustspannungen, weshalb die Mens gerne mal als lästiges, monatliches Übel betrachtet wird. 

 

Aber eigentlich passieren da ja wundervolle, hoch komplexe Vorgänge Monat für Monat in unserem Körper:

 

Der Zyklus beginnt immer mit dem ersten Tag der Periode (bis einen Tag vor der nächsten Periode) und sollte insgesamt zwischen 26 und 32 Tagen andauern. Dies ist natürlich von Frau zu Frau verschieden, aber der Zyklus sollte doch immer regelmäßig sein und in etwa immer gleich lange dauern.

 

1.      Menstruationsphase:

Die Blutungsphase einer Frau reicht von 4 – 6 Tagen, sollte aber 7 Tage nicht überschreiten! Während dieser Zeit fließt das Blut abwärts und nach außen. Der gefüllte Uterus wird langsam geleert. Von dem freien Fluss ist eine frei fließende Leber Energie und ihr Blut abhängig. Die Blutmenge sollte übrigens zwischen 30 – 80 ml/Tag nicht überschreiten (mit Hilfe von Binden kann man das abwiegen) Auch die Beschaffenheit des Blutes verrät uns viel über den Gesundheitszustand: es sollte Anfangs rot, etwas heller sein und dann wird es dunkler. Es enthält weder Klumpen, noch riecht es besonders auffällig, ist weder wässrig noch schleimig.

 

2.     Postmenstruelle Phase:

Etwa sieben Tage nach dem Beginn der Periode, hat der Blutfluss nun aufgehört und das Blut beginnt sich langsam wieder zu sammeln. Nun muss der Körper wieder mehr Blut herstellen, um den Blut- und Yin Mangel wieder aufzufüllen. Ein großer Vorteil für die Frau ist es aber, dass der Körper durch die Mens entgiftet wird – und das jedes Monat aufs Neue =)

 

3.     Zyklusmitte:

Blut und Yin füllen sich nun so weit, bis sie wieder in normaler Fülle vorhanden sind. Das Yang Qi beginnt zu wachsen – das bedeutet es kommt zum Eisprung. Zur selben Zeit beginnt das Yin das Blut und die Energie kräftig nach unten und innen in den Uterus zu ziehen. Eigentlich beginnt der Körper jetzt schon, sich auf eine mögliche Schwangerschaft vorzubereiten!

 

4.     Prämenstruelle Phase:

Qi = Energie und Blut sind in maximaler Fülle und das Yang Qi ist angestiegen – deshalb ist auch die Hitze im Körper zu dieser Zeit am größten (vlt. frierst du vor der Mens nicht so leicht, oder du leidest ein wenig an Verdauungsproblemen, aber zu diesem Zeitpunkt funktioniert die Verdauung auf einmal tadellos, …). Die Leber Energie bewegt sich und das ist wichtig, damit das Leber Blut sich auch bewegen kann und nicht stagniert. (Dies würde  Symptome wie Schmerzen, PMS usw. hervorrufen)

Qi und Blut konzentrieren und sammeln sich im Weiteren nach unten, innen im Uterus, bis sich nach etwa 28 Tagen so viel Blut angesammelt hat, dass das Gefäß des Uterus überfließt und das Blut als Menstruation ausgeschieden wird.

 

Dann beginnt der Zyklus aufs Neue.

 

 

Übrigens liegt der normale Beginn der Menopause etwa bei 50 Jahren,

vor dem 35 Lebensjahr wäre es zu früh!

 

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Foto: Ruth Rudolph - Pixelio.de

 

Normalerweise solltest du auch nur ein leichtes Ziehen nach Unten spüren – und sonst nichts. Alle anderen Symptome deuten auf ein Ungleichgewicht in deinem Körper hin!

 

Zu den Disharmonien, die uns zeigen, dass etwas nicht passt, zählen:

 

PMS – Prämenstruelles Syndrom (vor der Regel): Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Spannungen in der Brust, kalte Hände ODER Depression und Weinerlichkeit, unregelmäßiger Zyklus, Schwäche nach der Mens, wenig und helles Blut usw.

 

Perimenstruelle Störungen (zum Zeitpunkt/während der Regel): Kopfschmerzen, Ödeme (Wassereinlagerungen)

 

Menstruationsstörungen:

  •  Zyklusstörungen: verfrühte Menstruation/verkürzter Zyklus, unregelmäßige Blutungen, Ausbleiben der Regelblutung
  • Blutungsstörungen: zu schwache Blutung, zu starke Blutung, Zwischenblutungen, schmerzhafte Regelblutung, unpassende Farbe (dunkelrot, braun/schwarz, blass/hell)

Ausfluss: weiß - gelb; rötlich – braun; klar – dick à NACH der Mens solltest du KEINEN Ausfluss haben!

 

Wie du siehst, sagt dir deine Regel sehr sehr viel über deinen Gesundheitszustand aus. Wenn also etwas nicht passt, oder du an dem ein- oder anderen Symptom leiden solltest, wäre es gut wenn du die Ursache dessen bekämpfst und das Ungleichgeweicht in deinem Körper ausgleichst. Es ist ja schon allein ein wichtiger Grund für uns Frauen, diesbezüglich im Gleichgewicht zu sein, um zu einem späteren Lebensabschnitt nicht zu sehr von den Beschwerden, die der Wechsel so mit sich bringen kann, geplagt zu sein… Ich persönlich hab da durch die Umstellung der Stoffwechseltypgerechten Ernährung eine enorme Verbesserung bemerkt – wo nicht einmal die TCM mithalten konnte. Eine Zeit lang waren meine Beschwerden besser, als ich zur Akupunktur gegangen bin und die Kräutertees getrunken habe, aber schon bald sind meine Anzeichen wieder gekommen… Durch Metabolic Typing waren die allerdings schnell mal Geschichte – da sieht man was die Ernährung eigentlich für einen Einfluss auf den Körper und auch auf den Hormonhaushalt hat =) 

 

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Foto: Maik Schwertle - Pixelio.de

Während unserer Menstruation sind wir Frauen sehr offen und dadurch anfällig. Vorhandene Disharmonien können demnach durch unangebrachtes Verhalten zu diesem Zeitpunkt noch mehr verstärkt werden.

 

Deshalb hab ich zum Abschluss noch ein paar Tipps für dich, die die TCM während der Mens empfiehlt: 

  • Kein Sex während der Regel – das kann zu einem Rückstau des Blutes führen
  • Generell Vorsicht nach dem Sex vor Kälte – zieh dir wieder ein Höschen/eine Hose an oder decke dich zu
  • Generell kein Sex mit voller Blase – halte den Harn nicht zurück, dies führt zu einem Stau in Uterus und Blase
  • Setze dich nicht der Kälte und Nässe aus (nicht mit einem Tampon schwimmen) – wechsle danach zumindest sofort den Tampon und nasse Badebekleidung. Wenn du eine Menstruationstasse verwendest, erübrigt sich das Problem, da sich die ja nicht mit Wasser vollsaugen kann. 
  • Arbeite nicht zu viel und zu schwer während der Mens
  • Übertreibe es nicht beim Sport
  • Vermeide schweres Heben nach deiner Mens
  • Vermeide kalte Getränke und Speisen während der Mens
  • Vermeide Alkohol
  • Vermeide es, zornig zu werden
  • Nimm Blut tonisierende (aufbauende) Nahrung zu dir
  • Vermeide saure Nahrungsmittel

 

Wenn du noch mehr zu dem Thema wissen willst, lies doch auch meinen Artikel: Monatshygiene – Reine Frauensache. Tampons können nämlich auch oft zu Schmerzen

(und noch viel mehr …) führen, da würde erst mal keiner dran denken…

 

Vielleicht siehst du in Zukunft deine monatliche Begleitung jetzt auch ein klein wenig mit anderen Augen, alles Liebe,

 

deine Manuela

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