Schwäche der Milz-Energie - Ein weit verbreitetes Problem!

Blogartikel Milz-Qi-Schwäche, Yin Yang
Foto: Martin Heinz - Pixelio.de

Die Aufgaben und Funktionen der Milz

(und des Magens) in der TCM:

 

Milz und Magen sind von zentraler Bedeutung für die Aufrechterhaltung und das Fortbestehen von Gesundheit und Leben. Milz und Magen sind die Erntearbeiter für das Qi (die Energie), das auf Tagesbasis für die Alltagsprozesse von Wachstum, Wiederherstellung, Abwehr, Fortbewegung, Temperaturregulation, Atmung und Fortpflanzung verwendet wird. Jedes der anderen Organsysteme hängt, um korrekt funktionieren zu können, von dem gleichmäßigen, aus der Verdauung stammenden Strom des Qi ab und folglich beeinträchtigt jede Funktionsstörung von Milz und Magen alle anderen Organsysteme und somit den gesamten Körper.

 

Im Rahmen der TCM vereinigen Milz und Magen (auch als mittlerer Erwärmer bezeichnet) alle Funktionsaspekte des gastrointestinalen Systems, sprich des Verdauungssystems. Demnach gehören zu Milz und Magen die verschiedenen funktionalen Aspekte des biomedizinischen Magens, des Dick- und Dünndarms, des Pankreas (Bauchspeicheldrüse), der Leber und der Gallenblase, bis hin zum Transport der Nährstoffe durch das Kreislaufsystem.

 

Aus diesem Aspekt ist eine gute und ausgewogene Ernährung so wichtig für unseren gesamten Organismus.

 

 

Das Bild der Milz Qi Schwäche:

 

Ursachen:          

  1. Ernährung: übermäßiger Verzehr von kalten und rohen Speisen, unregelmäßige Mahlzeiten, übermäßiges Essen ebenso wie zu wenig Essen, proteinarme (eiweißarme) Ernährung, spätabends Essen, denaturierte Nahrungsmittel, zu viele Fruchtsäfte, ...
  2. emotionale Anspannung (Grübeln, viel Nachdenken + sich Sorgen)
  3. Klima (Feuchtigkeit: Sitzen in feuchtem Gras, Anbehalten nasser Badekleidung)
  4. chronische Erkrankungen (jede längere Krankheit -> schwächt Milz-Qi -> Bildung von Feuchtigkeit oder Schleim)
  5.  mangelnde Bewegung

Symptome: Appetitmangel, Müdigkeit nach dem Essen und allgemein, weiche Stühle, Druckgefühl im Oberbauch nach dem Essen, blasse Gesichtsfarbe, leicht aufgeblähtes Abdomen nach dem Essen, Tendenz zu Übergewicht, Bindegewebsschwäche, Wassereinlagerungen, Konzentrations- und Lernschwäche, Unverträglichkeit von Vollkornprodukten, frischem Brot und rohem Obst

 

 

Weitere Ursachen für einen Qi-Mangel

Oft sind Empfehlungen - beruhend auf den neuesten Erkenntnissen der Ernährungswissenschaften - einseitig, weil sie die energetische Wirkung der Nahrung, die thermische Wirkung und die Bekömmlichkeit außer acht lassen.

 

Empfohlene Nahrungsmittel und Gewohnheiten, die auf Dauer oder im Übermaß zu

Milz-Qi-Mangel führen:

  • Milchprodukte - Käse, Milch, Joghurt
  • rohes Gemüse, rohes Getreide wie Müsli
  • große Mengen Obst und Südfrüchte wie Bananen, Orangen, Kiwis; Fruchtsäfte
  • große Mengen an Getränken, obwohl man keinen Durst hat
  • Hungern, kein Frühstück (warum das Frühstück so einen wichtigen Platz in unserer Ernährung einnimmt, kannst du in diesem Blogartikel nachlesen)
  • Zum Frühstück: Käse- oder Marmeladebrote, Müsli mit Milchprodukten, rohes Obst bzw. NUR Obst

 

Krank durch Ernährungsfehler und Industrie-Nahrung

  • Fabrikzucker und alle Produkte, in denen er enthalten ist: Süßigkeiten, Schokolade, Backwaren, Ketchup, Limo, Cola usw.
  • Phosphatreiche Nahrungsmittel: Cola, Limo, Säfte, Schmelzkäse, Wurst, Geräuchertes
  • Qi-lose, industriell verarbeitete Nahrung: Konserven, Fertigprodukte wie Soßen, Suppen und Gewürzmischungen, Fertiggerichte, Backmischungen, Brot, Brötchen, Light-Produkte, Auszugsmehl, Nudeln, Tiefkühlkost, gentechnisch manipulierte oder radioaktiv bestrahlte Nahrungsmittel
  • In der Mikrowelle zubereitete oder erhitzte Nahrung
  • Butter aus dem Supermarkt
  • Minderwertiges Öl und Fett
  • Eisgekühlte Getränke
  • Der Verzicht auf gekochte Mahlzeiten im allgemeinen (Zu dem Thema hab ich bereits einen Artikel geschrieben, schau mal hier)

 

Ernährungsstil

Das oberste Gebot für eine gute Ernährung sind Genuss und Bekömmlichkeit. Wer verzweifelt versucht, sich gewisse Nährstoffe oder Lebensmittel zuzuführen, tut sich damit nichts Gutes. Jeder sollte sich die Zeit nehmen, um etwas zu finden das schmackhaft und gesund für den jeweiligen Ernährungstyp ist.

 

Schwerwiegende Diskussionen oder emotionale Auseinandersetzungen sollten während dem Essen vermieden werden. Auch ein Geschäftsessen, wo man während dem Essen geistig arbeitet oder emotional anderweitig beteiligt ist, führt häufig zu Krankheiten von Milz und Magen.

 

Ebenso schädlich ist das Essen im Stehen, während der Arbeit oder in Eile.

 

Den ganzen Tag über nichts zu essen, wie es in unserer heutigen Gesellschaft schon oft üblich ist, schwächt auch das Milz-Qi. Vor allem wird dann, wenn Zeit ist und oft spät abends, mehr gegessen als einem gut tut.

 

Auch im Restaurant sind wir durch Angebote wie günstige Mittagsmenüs oder dem Nachfüllen so oft man will, in Form vom Buffet, zur regelrechten Völlerei verleitet. Wir sollten nicht nur essen, um uns günstig vollstopfen zu können, sondern Essen bedeutet genießen und sich nach der Mahlzeit wohlig genährt zu fühlen.

 

Blogartikel Milz-Qi-Schwäche, Kräuter
Foto: Sigrid Rossmann - Pixelio.de

Diese Lebensmittel, solltes du bei einer

Milz-Qi-Schwäche MEIDEN:

Geschmack: bitter

Thermik: kalt

Süßigkeiten, Milchprodukte, Rohkost, Salate, Püree, Frischkornbrei, Müsli, Nüsse, Sesam, Samen, frisches Brot, Zitrusfrüchte, Melonen, Grüntee;  so lange der Stuhl weich ist, keine Breie essen

 

Stattdessen sollst du:

regelmäßig essen, in Ruhe; 3 bis 5 Mahlzeiten pro Tag; gut kauen!

nicht zu viele Kohlenhydrate essen

Als Kochverfahren eignen sich: Suppen, Geschmortes, Gedünstetes, im Backrohr zubereitete Speisen, im eigenen Saft Gekochtes 

Geschmack: süß

Thermik: neutral - erwärmend - warm

 

Als Nahrungsmittel eignen sich besonders:

Karotten, Fenchel, Kürbis, Süßkartoffeln, Rind, Wachteln, wenn Brot, dann getoastet, Hafer, Buchweizen, gekeimte Gerste, Reis, Polenta, Hirse, Quinoa

Fenchle, Kümmel, Koriandersamen, Anis, Thymian, Oregano, Lorbeerblatt, Majoran, Liebstöckel, Bohnenkraut, Kardamom, sowie etwas Zimt, Muskat und Pfeffer

Mit den Kräutern wird die Verdauung begünstigt, die Aufnahme und der Transport der Nahrung bzw. der Nährstoffe wird verbessert.

 

 

In dem Sinne, bleib gesund und bis bald, 

deine Manuela

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Kommentare: 4
  • #1

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