Phytinsäure - Das Gift der Pflanzen

Blogartikel Pyhtinsäure Nüsse
Foto: Siegfried Fries - Pixelio.de

Hallo lieber ernährungsbewusste Mensch,

heute möchte ich gerne mit dir die Phytinsäure besprechen. Du wirst dich jetzt vielleicht fragen: Ist das wichtig für mich? Was ist das überhaupt, wo ist die überall drinnen und wie soll ich damit umgehen?

 

Diese Phytinsäure wird von den Pflanzen selbst gebildet, um sich zu schützen. Es ist sozusagen ein pflanzliches Pestizid.

 

Für uns Menschen kann die Phytinsäure allerdings negative Auswirkungen haben, wenn wir uns dem richtigen Umgang damit nicht bewusst sind:

  • Phytinsäure greift den Magen an
  • sie blockiert die Mineralstoffaufnahme von Calcium und Magnesium, aber auch von Eisen und Zink (und anderen Mineralien)
  • und sie kann die Verdauungsarbeit von Proteinen (Eiweißen) verhindern, indem sie die dafür zuständigen Enzyme blockiert

Darum ist es wichtig zu wissen, was wir tun müssen, damit das alles nicht passiert. Aber, wo ist dieses Pflanzenschutzmittel überhaupt enthalten? 

 

Vorwiegend finden wir die Phytinsäure in Hülsenfrüchten, Getreide und Nüssen. Dessen Gehalt variiert zwar je Nahrungsmittel, das Einweichen stellt aber dennoch einen elementaren Prozess dar.

 

Und indem wir diese Lebensmittel einweichen, können wir die darin enthaltene Phytinsäure neutralisieren. Der negative Effekt ist somit nicht mehr ausschlaggebend und wir können von den positiven Eigenschaften von Bohnen, Nüssen & Co profitieren.

  • Hülsenfrüchte weicht man ja ohnehin über Nacht ein, aus ernährungsphysiologischer Sicht wird zwar empfohlen, das Einweichwasser – wegen der ausgeschwemmten Vitamine und Nährstoffe – nicht zu verwerfen, aufgrund der Phytinsäure ist es aber durchaus notwendig, dies zu machen. Danach werden sie im Sieb abgespült und mit frischem Wasser aufgefüllt und gekocht. Auch bei roten Linsen, die eigentlich keine Einweichzeit benötigen, sollte man das bedenken!
  • Jegliche Getreidesorten sollten deshalb auch mind. ½ Stunde vor der Zubereitung eingeweicht werden.
  • Selbiges gilt für Nüsse (sie zeigen die höchsten Phytinsäure-Werte auf)! Nüsse kann man aktivieren. Dazu sollten sie für mind. 8 Stunden – oder über Nacht – in ausreichend Wasser mit einer Prise Salz eingeweicht werden. Dann werden sie in ein Sieb gegeben, gespült und mit einem Küchentuch etwas trocken getupft, ehe man sie entweder im Backrohr oder im Dörrgerät trocknen lässt. Und zwar so lange, bis sie beim rein beißen nicht mehr feucht sind. Dies kann je nach Sorte bis zu 10 Stunden dauern…

Probiere es einfach einmal aus, du wirst sehen es lohnt sich! Der Geschmack einer aktivierten Nuss ist einfach unvergleichbar und du wirst merken, dass du sie so auch besser verträgst. Die aktivierten Nüsse dann einfach im Kühlschrank in einem gut verschließbaren Gefäß aufbewahren und wenn du experimentierfreudig bist, kannst du ja sogar eine Gewürzmischung (wie Paprika, Curry, Chili, …) auf den Nüssen verteilen, bevor sie getrocknet werden.

 

Wie schädlich ist diese Phytinsäure jetzt tatsächlich und wie notwendig ist dieser ganze Aufwand?

Es kommt natürlich darauf an, wie deine Ernährung generell aussieht. Isst du viel phytinsäurehaltige Lebensmittel dann macht es schon Sinn, dessen Verarbeitung zu überdenken. Gerade wenn du regelmäßig zu Nüssen greifst!

Wenn wir hin und wieder KLEINERE Mengen zu uns nehmen, dann ist es nicht soo tragisch.

Wie bei Allem gilt also „die Dosis macht das Gift“ ;)

 

 

Viel Spaß beim Ausprobieren und alles Gute, deine Manuela

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